FDM – Fasziendistorsionsmodell

Funktionsweise des Fasziendistorsionsmodells

Das Fasziendistorsionsmodell (FDM-Methode) ist eine sehr spezielle Anschauung von körperlichen Leiden, bei dem das Bindegewebe in die Ausgangsposition zurück gebracht wird, um somit Beschwerden, wie z.B. Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen zu minimieren. Denn die Schmerzen sollen von spezifischen Verformungen oder Verdrehungen des Gewebes stammen.

Geschichte des Fasziendistorsionsmodells

Stephen Philip Typaldos (1957-2006), ein US-amerikanischer Arzt und Ostheopat, erfuhr in einem texanischen Krankenhaus deprimierende Erlebnisse, denn vielen seiner Patienten konnten mit den altbewährten Heilmethoden nicht die Schmerzen genommen werden. Dies war der Punkt für ihn, eine neue Methode zu schaffen. Er beobachtete seine Patienten, denn ihm fiel auf, dass seine Patienten viele Gemeinsamkeiten in Gestik und Mimik, beim erklären Ihrer Leiden hatten. Er fand heraus, dass bei allen die Beschwerden etwas mit den Faszien, den bindegewebigen Strukturen, zu tun hatten. Dies machte er fest anhand von Analysen, der immer wieder eintretenden Gesten der Patienten und verglich diese mit den bestehenden anatomischen Erkenntnissen. Aus diesem Grund analysierte Typaldos die Verformungen des Bindegewebes und entwarf seine Methode, bei der die Verformung mit Hilfe von einer manuellen Behandlung wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgebracht werden soll. So entstand das Fasziendistorsionsmodell.

Kontrast zur klassischen Schulmedizin

Ein starker Kontrast zur klassischen Schulmedizin wird deutlich. Ruhigstellen, Schienen oder Kühlen, wird komplett aus dem Programm genommen das heißt, der Patient wird in keiner Weise eingeschränkt du kann wie gewohnt seinem Sport und Alltag nachgehen. Um dies deutlich zu machen, werden hier einmal die klassische Behandlung und die Behandlung nach dem FDM verglichen.

Die klassische Behandlung:

Eine Patientin klagt beim Arzt über einen geschwollenen Knöchel, und dass sie Schmerzen haben würde bei Druck. Sie berichtet, sie sei beim Sport umgeknickt. Die Patientin kann nach einigen Wochen wie gewohnt mit Ihrem Sport fortfahren, denn er Arzt verschreibt ihr eine schmerzlindernde Salbe und rät ihr Ruhigstellung, Kühlung, Kompressionsverbände und Hochlagerung für den verstauchten Knöchel.

Die Behandlung nach dem FDM:

Die Patientin schildert ihrem Arzt ebenfalls, sie sei beim Sport mit dem Fuß umgeknickt. Der Therapeut begründet die Schmerzen, mit den Triggerbändern und Kontinuumdistorsion, denn während die Patientin erklärt, zeigt sie mit ihrem Finger auf die schmerzenden Stellen, deutet einige Bahnen entlang des rechten Außenknöchels an und klagt über einen stechenden Schmerz, verbunden mit einem ziehenden Schmerz. Mit großem Aufwenden von Kraft formt der Therapeut die Distorsionen manuell wieder zurück. Nach etwa zehn Minuten kann die Patientin wieder wie gewohnt gehen und nach einer zweiten Behandlung, die ein paar Tage später stattfindet, kann sie sogar ihren Sport wieder aufnehmen.

Verbreitung des Fasziendistorsionsmodells

Aus diesem Grund hat sich die FDM-Methode sehr schnell verbreitet. Sie ist in der Praxis sehr effektiv und wirksam. Auch im Hochleistungssport findet sie aus diesem Grund viele Anwendungsmöglichkeiten.